Neuanfang

Es ist 9.00 Uhr Morgens auf Bali. Die aufgehende Sonne wärmt meine Haut. Die Stadt erwacht langsam zum Leben und neben meinen Füßen es hat sich ein goldbrauner Straßenhund gemütlich gemacht. Mit einem breiten Lächeln stellt mir der Kellner in meinem Stammcafé meinen Soy-Cappuccino auf den Tisch. Ich klappe meinen Laptop auf, starre auf das leere Word Dokument und beginne langsam zu tippen. Neuanfang.

In den letzten Wochen und Monaten hat sich bei mir einiges geändert. Ich bin in mich gegangen. Habe reflektiert. Mir Gedanken über die Zukunft gemacht und meinen derzeitigen Zustand evaluiert. Ich habe Entscheidungen getroffen. Stricke getrennt. Neue Verknüpfungen kreiert.

Der Name ein Synonym hinter dem ich mich verstecken konnte. Die Sprache eine Barriere um nicht zu verletzlich zu sein. Um weniger angreifbar zu sein. Um mich distanzieren zu können. Schreiben war immer schon Therapie für mich. Ich habe angefangen zu bloggen um verarbeiten. Um mich kreativ auszuleben. Um zu reflektieren, zu überdenken und zu teilen. Anfangs wollte ich nicht, dass jemand meinen Blog findet. Dann wurde er – durch Glück, harte Arbeit und Spaß – zu meinem Job und ich fand mich mehr und mehr in einer Zwickmühle.

Ich habe mir in den letzten Wochen immer wieder die selben Fragen gestellt. Wer bin ich und wer will ich sein? Wieso verstecke ich mich immer noch hinter einem Namen, einer Welt, die ich vor Jahren erschaffen hatte um weniger ich selbst zu sein. Ein Profil, dass mir die Möglichkeit gab Online etwas zu erleben, dass mir im echten Leben gefehlt hat. Will ich noch bloggen? Und wieso fühlt es sich eigentlich so verdammt schwer an? Hat es mir doch Jahrelang so große Freude bereitet.

Schlussendlich habe ich hier, auf Bali, eine Entscheidung getroffen. Ich brauche kein neues Stück Papier, kein leeres Word Dokument. Was ich brauche, ist ein neues Buch. Ein Neuanfang.

Das hier ist der erste Post auf meinem neuen Blog. Der Name ist zwar nicht mein echter, wie es mir so viele meiner Kollegen geraten haben. Aber er fühlt sich richtig an. Er fühlt sich nach mir an. Die Sprache ist meine eigene. Keine Barriere um mich zu verstecken. Um mich abzugrenzen. Um den Menschen in meiner Umgebung die Möglichkeit zu nehmen, zu verstehen was ich teile. Das hier bin ich. Mein wahres, authentisches Ich. Und dieser Blog soll meine neue Spielwiese sein. Meine Möglichkeit mich wieder kreativ auszuleben. Eine Möglichkeit um zu Schreiben, zu Fotografieren, zu kreieren. Ich wollte etwas erstellen, dass abseits von Social Media, mir die Möglichkeit gibt zu teilen, wonach es mir zu teilen ist. Ich möchte wieder Spaß am Bloggen haben. Geschichten schreiben. Ungezwungen teilen können.

Ein Neuanfang.

Goodbye missgetaway.com – hallo kerstinloves.com

Ich freue mich sehr auf alles was kommt und hoffe ihr freut euch genauso und begleitet mich auf diesem spannenden Weg.

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