Money Date: So bekommst du deine Finanzen in den Griff

Du möchtest endlich finanziell frei und unabhängig sein? In diesem Beitrag gebe ich dir alle meine Tipps und Tricks zum Thema Finanzen.

Letzten März hat sich das Leben für viele von uns drastisch geändert. So auch für mich. Mein Leben voller Abenteuer, Reisen und Spontanität wurde durch Homeoffice und sehr viel Zeit in meiner Wohnung getauscht. Meine Prioritäten änderten sich und auch meine finanzielle Situation. Deshalb, und weil ich auch viel mehr Zeit und Ressourcen hatte, habe ich begonnen, mich intensiv mit dem Thema „Money Mindset“ und persönliche Finanzen auseinanderzusetzen. Meine Erfahrung und Tipps möchte ich heute hier mit euch teilen.

DISCLAIMER: Bitte beachtet, dass ich kein Finanzexperte bin und meine Tipps und Tricks nicht als finanzieller Rat gesehen werden soll. Ich teile lediglich meine Erfahrung und was ich auf dem Weg gelernt habe. Finanzielle Entscheidungen sind immer mit Risiken und Verlust verbunden. Informiert euch bitte genau, bevor ihr hier eine Entscheidung trefft.

Wo beginne ich um meine Finanzen in den Griff zu bekommen?

Der erste Schritt sollte immer sein, mal eine Bestandsaufnahme zu machen. Wo stehe ich? Wie hoch sind meine Fixkosten? Was sind meine variablen Kosten? Welche Summe gebe ich jeden Monat aus? Wie viel Einkommen habe ich? Wie steht es um meine Kredite. Wieviel Wissen habe ich beim Thema Finanzen und Finanzmarkt. Wo möchte ich finanziell in 1 Jahr sein? Wo in 3? Und wo in 5 oder sogar 10 Jahren?

Ich habe mit einem Finanzkurs von finance.baby begonnen. Dort wurden die wichtigsten Basics sehr gut erklärt und ich konnte mir mithilfe der gratis Ressourcen einen guten Überblick über meine finanzielle Situation machen. Dafür habe ich über einige Wochen jede Ausgabe getrackt, aufgeschrieben und später in Kategorien gegliedert. Ich habe meine Fixkosten angeschaut, nachgesehen, welche Ausgaben ich streichen kann (ZB. App Abos, Versicherungen etc.) und mir einen Plan für die Zukunft gemacht. Mittlerweile gibt es hier wirklich viele gratis Ressourcen und auch sehr gut aufbereitete Kurse.

Eine Auswahl findest du hier:

Dein Money Mindset

Das aller wichtigste, wenn man seine Finanzen in den Griff bekommen möchte, ist dein Money Mindset. Also die Sammlung aller Glaubenssätze zum Thema Geld, die deine Gedanken und Handlungen beeinflussen. Ich habe begonnen, mich mit dem Thema auseinanderzusetzen und schnell erkannt, wie viele limitierende Glaubenssätze ich hatte. Ich habe erkannt, dass Geld nichts anderes als Energie ist, die unlimitiert fließen kann. Das heißt, ich muss keine Angst davor haben, Geld auszugeben – denn mit jeder Transaktion gebe ich das Zeichen an das Universum, dass ich bereit bin, wieder neues Geld zu erhalten. Der Cashflow kann und darf immer im Fluss sein und ich darf auch Spaß mit meinem Geld haben. Natürlich bedeutet das nicht, dass ich unvorsichtig bin und alles, was ich habe sofort ausgebe. Es bedeutet aber, dass ich mein Geld gerne investiere und mir gerne Dinge kaufe, die ich möchte. Denn ich weiß, dass das Geld, das ich für einen Urlaub ausgebe, immer wieder zu mir zurückfließen wird. Wahrscheinlich sogar mehr.

Unser Mindset bestimmt, mit welcher Haltung und Einstellung wir an gewisse Themen ran gehen und wie wir sie sehen. Wenn du denkst, dass Geld den Charakter ruiniert oder du nie reich werden wirst, dann wirst du deine Taten auch so aus richten, um genau diesen Glaubenssatz zu bestätigen. Deshalb würde ich als aller Erstes vorschlagen, dein Money Mindset genauer anzusehen und eventuelle negative Glaubenssätze zu erfassen und daran zu arbeiten. Auch hier gibt es viele Podcasts, Blogbeiträge und auch Bücher zum Thema.

Hier eine Auswahl:

Money Dates & Mein Kontenmodell

Nun geht’s an die eigentliche Arbeit. Ich habe angefangen, monatliche Money Dates einzuplanen. Das sind Tage, meistens am ersten des Monats, an denen ich mich intensiv mit meinen Finanzen beschäftige. Ich schaue, wie viel ich in diesem Monat verdient und ausgegeben habe, wie mein Investment performt und welche Schritte ich als Nächstes setzen sollte. Ich nehme mir genügend Zeit und gehe positiv und mit Freude an das Thema ran.

Als Selbstständige verdiene ich natürlich nicht jeden Monat gleich viel. Meine Einnahmen variieren immer und werden auch nicht zum Ersten des Monats ausgezahlt. Um ein bisschen Struktur zu schaffen, kommen alle meine Einnahmen auf mein Business Konto und von dort zahle ich mir monatlich ein „Gehalt“ aus. Sobald das Geld auf meinem privaten Konto ist, verteile ich es auf meine verschiedenen Unterkonten. Diese kann man bei den meisten Banken ganz einfach online anlegen und bedienen, so wie zum Beispiel bei der N26.

Mein Kontomodell sieht so aus:

  • Business Konto
  • Privatkonto mit verschiedenen Unterkonten:
  • 50% Fixkosten: Hier werden meine Miete und alle weiteren monatlichen Fixkosten abgebucht
  • 20% Sparen: Sobald ich mein Gehalt auf dem Konto habe, überweise ich mir per Dauerauftrag 20% davon auf mein Sparkonto. Dieses Geld habe ich für Notfälle auf der Seite, sollte mal die Waschmaschine kaputt werden oder ich Geld benötigen.
  • 15 % persönliche Bedürfnisse: Dieses Geld darf und muss ich sogar ausgeben. Für alles, dass mir Freude bereitet – Kosmetik, Fashion, Termine bei der Kosmetik, usw.
  • 10% Investieren: Hier teile ich auf ETF-Sparpläne, Aktien und Kryptowährungen auf. Wenn du viel Kapital auf der Seite hast, kannst du auch in Fonds, Edelmetalle, Kunst und Immobilien investieren. Mehr dazu unten.
  • 5% Spenden: Ich spende jeden Monat an 5-10% meines Einkommens an eine Organisation meiner Wahl.

Konkret bedeutet das, bei einem Einkommen von 1.000€ würde ich:

  • 500€ für meine Fixkosten verwenden
  • 200€ auf mein Sparkonto überweisen
  • 150€ für persönliche Bedürfnisse wie Restaurant-Besuche, Ausflüge, usw.
  • 100€ Investieren
  • 50€ an eine Organisation meiner Wahl spenden (ich wechsle sie jeden Monat ab)

Investieren & Vermögensaufbau: Erste Schritte

Um nachhaltig Vermögen aufzubauen, muss man natürlich in erster Linie weniger Geld ausgeben, als man verdient. Nur so kann man sein Geld vermehren und für sich arbeiten lassen. Das heißt, Konsumschulden sollten wenn möglich so gering wie möglich ausfallen und man optimiert seine Ausgaben, sodass man dennoch kleine Beträge auf die Seite legen kann. Im besten Fall liegt das Geld, das du monatlich nicht ausgibst, nämlich nicht nur auf einem Sparkonto, sondern arbeitet für dich – in Form von Investments. Hier verwende ich einen bunten Mix aus ETF-Sparplänen, Aktien-Depots, Krypto-Währungen und anderen Investment Methoden. Die meisten Experten raten dazu einen „Emergency Fund“ zu haben. Das heißt, mindestens 1-3 Monatsausgaben auf der Seite zu haben, für etwaige Notfälle. Das habe ich auch gemacht, bevor ich mich überhaupt ans Investieren gewagt habe.

Übrigens: Schon 25€ im Monat reichen aus, um mit dem Investieren zu beginnen. Taste dich langsam ran. Du hast die Zeit an deiner Seite. Auch wenn du nur 25€ pro Monat in einen Sparplan oder Aktien investierst, hast du am Ende des Jahres bereits ein Kapital von 300€ auf die Seite gespart und im besten Fall auch eine Rendite erwirtschaftet. Generell würde ich dazu raten, nur so viel Geld zu investieren, wie du auch bereit bist zu verlieren. Ich habe damit begonnen, das Geld zu investieren, das ich von meinen Verkäufen auf Mädchenflohmarkt erwirtschaftet hatte. Nach und nach kannst du dein Investment ja steigern und an deinen Bedürfnisse anpassen.

Diese Apps verwende ich zum Investieren und Anlegen:

Finanzen sind individuell und verschieden

Das Thema Finanzen ist so riesig und ich kann mit einem Blogpost natürlich nur an der Oberfläche kratzen. Ich finde es jedoch gerade für Frauen unfassbar wichtig, sich hier weiter zu bilden und an der persönlichen finanziellen Freiheit zu arbeiten. Denn das Wissen, dass ihr euch aneignet, kann euch niemand nehmen und ihr könnt damit smarte Entscheidungen für eure Zukunft treffen. Wenn ihr euch online informiert, schaut immer darauf, wer euch gerade etwas erzählt. Ich achte dabei darauf, dass die Person eine gute Ausbildung in dem Gebiet hat und nicht nur auf Instagram behauptet sie/er könnte euch schnell reich machen. Hinterfragt die Informationen, die ihr bekommt, holt euch diverse Meinungen und versucht verschiedene Dinge aus. Speaking of Instagram – dort nehme ich euch natürlich weiterhin auf meiner Reise mit!

Was für mich funktioniert, muss für euch nicht auch der richtige Weg sein. Seid euch auch bewusst, dass jeder Mensch eine komplett andere finanzielle Situation hat. Jemand, der bis 30 bei den Eltern wohnt, aber seit 18 arbeitet, hat natürlich viel mehr Kapital zur Verfügung als jemand, der sich mit seinem Nebenjob Studium, Wohnung und Leben ohne Unterstützung finanzieren muss und deshalb nichts auf die Seite legen kann.

Video und Podcast Empfehlungen:

Ich empfehle euch auf alle Fälle euch selbst mit dem Thema zu empfehlen, eure eigene Recherche zu betreiben und euch eure finanziellen Pläne an eure eigenen Bedürfnisse anzupassen. Ich liste euch hier ein paar meiner liebsten Ressourcen auf bei denen ihr euch sehr gerne durch klicken könnt.

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** Bilder via Unsplash

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